Fachklinik Psychosomatik
Auf einen Blick
Behandlungsschwerpunkte

Ganzheitlich betrachten und Indikationen erkennen

In der Psychosomatik werden in aller Regel Erkrankungen behandelt, die einen langen Vorlauf haben. Mehrere Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte Vorgeschichte sind bei unseren Patienten leider keine Seltenheit. 

 

Zu Entstehung, Verlauf und zur weiteren Entwicklung einer Erkrankung tragen vielfältige Faktoren bei, die z.B. am Arbeitsplatz oder auch im privaten Umfeld angesiedelt sein können. Diese komplexen Bedingungen versuchen wir mit der ganzheitlichen Sicht unserer Fachdisziplin (Bio-psycho-soziales Modell der WHO) zu erfassen. Folgeerscheinungen einer solchen Dauerbelastung bzw. Überforderung können sein:

 

Affektive Störungen


wie Depressionen, auch somatisierte Depressionen und sogenannte Burn-out-Zustände.

 

Diese Gruppe von Erkrankungen gehört zu den häufigsten überhaupt in der Psychosomatik. Ein beträchtlicher Anteil unserer Patienten ist in unterschiedlichen Schweregraden von Depressivität betroffen. Wir behandeln bei uns das gesamte depressive Störungsspektrum. Einzige Ausnahme sind schwerste (psychotische) Depressionen und akute Suizidalität.

 

Angststörungen


wie phobische Störungen, Panikstörungen, generalisierte Angststörungen und Zwangserkrankungen. 

 

Diese Störungen können heute zwar häufig ambulant behandelt werden. Wenn Angst und ihre Begleitsymptome jedoch sehr stark ausgeprägt sind, kann eine stationäre Behandlung in der Psychosomatik notwendig sein. Sehr häufig finden sich bei Angsterkrankungen auch begleitende depressive Symptome.

 

Anpassungsstörungen


wie z.B. Trauerreaktionen, Verlust des Arbeitsplatzes. 

 

Manche unserer Patienten sind von aktuellen Lebensereignissen so stark betroffen, dass ihre Verarbeitungskraft sich zunehmend erschöpft. Diese Menschen sind dann von einem fortschreitenden Funktionsverlust für alltägliche Aufgaben bedroht, was im unbehandelten Fall auch ernsthafte Folgen haben kann. In solchen Fällen können dann sogar Depressionen, Angsterkrankungen und vielfältige körperliche Symptome auftreten.

 

Somatoforme Störungen


wie Somatisierungsstörungen, die somatoformen autonomen Funktionsstörungen (z. B. das sogenannte Reizdarmsyndrom) und besonders die anhaltende somatoforme Schmerzstörung.

 

Unter dieser Art von Störungen leiden viele unserer Patienten. Besonders einschneidend können unklare Schmerzen sein. Ein anderes Beispiel sind unklare Beeinträchtigungen der sexuellen Funktionen. Lange, aufreibende Untersuchungsmarathons sind hier nicht selten vorausgegangen. Allerdings hat entweder die durchgeführte umfassende Diagnostik keine eindeutigen körperlichen Befunde erbracht und/oder die eingeleitete Therapie hatte nicht den gewünschten Erfolg. Gerade bei diesen Störungen ist der Einbezug weiterer Einflussfaktoren und Verstärker aus dem persönlichen und beruflichen Lebensumfeld (psycho-soziale Perspektive) angezeigt.

 

Essstörungen


wie Binge Eating, Anorexia Nervosa, Bulimie und Adipositas.

 

Essen als Ausdruck sozialer Begegnung und Kommunikation hat in unserem Kulturkreis eine lange Tradition. Darüber hinaus ist Essen aber auch ein Mittel der Belohnung, des Trostes und der (Selbst)Beruhigung. Bei einem Teil unserer Patienten kann dem Essen eine (steuernde) Bedeutung zukommen, die zu körperlichen Beschwerden bzw. behandlungsbedürftigen Störungen führt.

 

Persönlichkeitsstörungen


Der Begriff der gestörten Persönlichkeit ist umstritten, eine abschließende, allgemein akzeptierte Definition noch nicht erreicht. Nach unserem Verständnis ist es daher angemessen, eher von Persönlichkeitsmerkmalen oder -stilen zu sprechen. Solchen persönlichen Mustern liegen nach heutigem Verständnis neben einer Veranlagung zumeist auch tief verinnerlichte biografische Erfahrungen zugrunde. Wesentliches Merkmal dieser Störungen ist, dass die Beziehungen der betroffenen Patienten zu anderen häufig belastet sind und immer wieder Irritationen, Konflikte und Verletzungen zwischen den Patienten und ihrer Umgebung auftreten. Diese Schwierigkeiten können dann dazu führen, dass die Beziehungen immer wieder scheitern bzw. im privaten und beruflichen Umfeld abgebrochen werden.

 

Traumafolgestörungen


wie z.B. Stressverarbeitungsstörungen, dissoziative Störungen und die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

 

Bei einem Teil unserer Patienten haben lang anhaltende (komplexe) Traumatisierungen oder einzelne traumatische Ereignisse zu schwerwiegenden Einschränkungen geführt. Die Folgen können ein schrittweiser Verlust von psychischer Stabilität und eine weitreichende Funktionsuntüchtigkeit für alltägliche Aufgaben sein, z. B. in Form eines ausgeprägten Vermeidungsverhaltens. Manche dieser Patienten fallen deswegen, bildlich gesprochen, „aus ihrem eigenen Leben heraus“.

 

Indikative Psychosomatik


wie z.B. Psychoonkologie, Psychokardiologie.

 

In der Klinik arbeitet eine Vielzahl anerkannter Spezialisten aus verschiedensten medizinischen Fachdisziplinen. In diesen Behandlungen kann es durchaus sinnvoll sein, die integrierende Sicht der Psychosomatischen Medizin für Diagnostik und Therapie zu nutzen. Daher bieten wir interessierten Patienten gerne die Option, über unseren Konsiliardienst Behandlungsempfehlungen beizusteuern oder – wenn gewünscht – die Behandlung mit unseren Therapien zu erweitern.

 

Kontraindikationen


In der psychotherapeutischen Medizin geht es neben der Klärung und Einsicht in Ursachen und unterhaltende Bedingungen von Störungen, besonders um die Entwicklung von tragfähigen Lösungen und Perspektiven. Beide Anliegen setzen eigene Motivation und eine gewisse (psychische) Belastbarkeit voraus. Daher sind Patienten mit floriden (akuten) Psychosen und aktiv betriebener Sucht für unser Angebot nicht geeignet. Ähnliches gilt für akute Suizidalität.

 

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