Gesundheitsmagazin
Auf einen Blick
Freie Radikale

Vorsicht: Freie Radikale!

Beim Alterungsprozess spielen freie Radikale eine wichtige Rolle. Seit Mitte der fünfziger Jahre existiert die Hypothese, dass diese freien radikale die Ursache genereller Alterungsprozesse sind. Es handelt sich dabei um aggressive Sauerstoffmoleküle, die Körperzellen angreifen und schädigen. Die Ansammlung von geschädigten Zellbestandteilen soll mit verantwortlich sein für den Alterungsprozess. Informationen rund um den menschlichen Körper und die Gesundheit — erklärt von Prof. Dr. Curt Diehm.

 

Freie Radikale entstehen bei normalen Stoffwechselvorgängen, dies ist nicht zu verhindern. Aber: Ihre Bildung wird massiv unter Nikotinabusus verstärkt. Rauchen ist also auch in Zusammenhang mit freien Radikalen Gift für den Körper. Weitere Faktoren, die die Entstehung von freien Radikalen begünstigen, sind Alkohol und UV-Strahlung. Auch Schlafdefizit und permanenter Stress tragen zur Bildung dieser freien Radikale bei.

 

Was leistet der Bildung von freien Radikalen Vorschub

  • Stress
  • Zigarettenrauchen
  • Zu viel Alkohol
  • Schlechtes Essen („Junk Food“)
  • Industriell gehärtete Fette
  • Feinstaub in den Städten
  • Radioaktive und elektromagnetische Strahlung
  • Sonnenexposition
  • Körperliche Inaktivität

 

Die Theorie der freien Radikale scheint nicht nur für die Alterung des Herz- und Gefäß-Systems mit verantwortlich zu sein, sondern begünstigt auch Krankheiten wie Krebs, Zuckerkrankheit und Alzheimer.Die Körperzellen sind selbst in der Lage, sich vor freien Radikalen zu schützen, indem sie so genannte Radikalenfänger aktivieren. Hilfreich sind auch antioxidativ wirkende Nährstoffe von außen wie Ascorbinsäure, Beta-Carotin, Polyphenole und Flavonoide.

 

Der Gegenspieler von freien Radikalen sind also Antioxidantien. Antioxidantien können die Kettenreaktionen der freien Radikale unterbrechen und somit Zellschäden verhindern oder zumindest eindämmen.

 

Bekannte Radikalenfänger sind

  • Obst und Gemüse
  • Wildpflanzen wie Löwenzahn und Giersch
  • Sprossen
  • Naturbelassene Fette und Öle
  • Nüsse
  • Feinstaub in den Städten
  • Sogenannte sekundäre/bioaktive Pflanzenstoffe Polyphenole wie Flavonoide, Anthocyane in Aroniabeere, Isoflavone
  • Vitamin E und Vitamin C
  • Spurenelemente wie Selen, Eisen und Zink
  • OPC (Oligomere Proantho Cyanidine), beispielsweise in Traubenkernöl
  • Allicin (schwefelhaltiger sekundärer Pflanzenstoff/Sulfide)
  • Carotinoide (Beta-Carotin, Lutein, Zeaxanthin, Lycopin in Tomaten)

 

Dieser Artikel erscheint auch in der Kolumne „Gesund mit Diehm“ auf www.gesuendernet.de, die Prof. Dr. Curt Diehm wöchentlich schreibt.

 

zurück zur Übersicht