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Psychokardiologie

In der Psychokardiologie betrachten wir Herz und Psyche als eng miteinander verbunden. Belastungen wie chronischer Stress, Ängste oder depressive Symptome können sich auf das Herz-Kreislauf-System auswirken – gleichzeitig stellen Herzerkrankungen für viele Betroffene auch eine erhebliche psychische Herausforderung dar.

In der psychosomatischen Fachklinik der Max Grundig Klinik verbinden wir moderne psychosomatische Medizin mit internistischer und kardiologischer Expertise. Ziel ist es, körperliche und seelische Belastungen ganzheitlich zu verstehen und individuelle Wege zu mehr Stabilität, Lebensqualität und Gesundheit zu entwickeln.

Wie zeigen sich psychokardiologische Störungen?

Die Psychokardiologie beschäftigt sich mit den wechselseitigen Zusammenhängen zwischen Herz und Psyche im Sinne eines modernen bio-psycho-sozialen Behandlungsmodells. Psychische Belastungen wie chronischer Stress, Ängste oder Depressionen können das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und Beschwerden wie Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck verstärken – auch ohne nachweisbare organische Herzerkrankung. Gleichzeitig können Herzerkrankungen, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, erhebliche seelische Belastungen auslösen und die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen.

In der Psychosomatik geht es daher nicht nur um die Behandlung körperlicher Symptome, sondern auch um die emotionale Verarbeitung und Krankheitsbewältigung. Häufig stehen herzbezogene Ängste, stressassoziierte Beschwerden oder psychosomatische Symptome im Vordergrund. Nicht selten treten organische Herzerkrankungen und psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Panikstörungen gemeinsam auf. Für eine nachhaltige Stabilisierung sollten beide Bereiche ganzheitlich diagnostiziert und behandelt werden.

Ein besonderes Beispiel für die enge Verbindung von Psyche und Herz ist das sogenannte Takotsubo-Syndrom, auch „Broken-Heart-Syndrom“ genannt. Dabei handelt es sich um eine stressbedingte Herzmuskelerkrankung (Stress-Kardiomyopathie), die häufig durch starke emotionale Belastungen wie Verlustereignisse, Trauer oder schwere Unfälle ausgelöst wird. Die Erkrankung kann sich in vielen Fällen wieder vollständig zurückbilden.

Unser Therapieablauf

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Zwei Frauen machen Übungen im Garten vor der Klinik

Was Sie bei uns erwartet

Der Therapieprozess wird individuell auf Sie, Ihre Beschwerden und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Wir stimmen den Behandlungsverlauf und den Therapieplan mit Ihnen gemeinsam ab und passen ihn, je nach Bedarf, an. Alle therapeutischen Maßnahmen orientieren sich dabei an den zuvor festgelegten Therapiezielen und erfolgen in einzelnen Schritten, die logisch aufeinander aufbauen.

Till Nickert berät Patientin

Planung des Aufenthalts bei psychokardiologischen Störungen

Noch bevor Sie bei uns im Haus aufgenommen werden, beginnt der Prozess der Therapie. Nachdem Sie die Entscheidung getroffen haben, eine stationäre Behandlung aufgrund Ihrer Beschwerden bei uns zu beginnen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Unser Patientenmanagement erklärt Ihnen zunächst die organisatorischen Rahmenbedingungen. Im Anschluss findet ein Gespräch mit einem unserer Fachärzte oder Psychotherapeuten statt. Dieses Vorgespräch dient einem ersten Kennenlernen und beinhaltet auch eine professionelle Beratung für eine stationäre Behandlung bei uns.

Angestellte der Klinik notiert etwas auf einem Papier

Stationäre Aufnahme

Zu Beginn Ihres stationären Aufenthaltes findet ein therapeutisches und ein internistisches Aufnahmegespräch statt, in das die von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen aus dem Fragebogen und Ihrer Vorbefunde mit einfließen.

Basierend auf umfassenden diagnostischen Maßnahmen (Anamnese, Testpsychologie, weiterführende Untersuchungen) sowie der festgelegten Therapieziele wird gemeinsam mit Ihnen ein individuell auf Sie zugeschnittener Therapie-Wochen-Plan erstellt. Sie sind von Anfang an aktiv am therapeutischen Prozess beteiligt.

Patientin wird am Empfang der Max Grundig Klinik beraten

Therapieende und Rückkehr nach Hause

Grundsätzlich zielt die Therapie darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Belastung und Regeneration herzustellen, sodass sich die natürliche Erholungsfähigkeit von Psyche und Körper wieder stabilisieren kann.

Gegen Ende der Behandlung erhalten Sie eine individuelle Rückfallprophylaxe sowie konkrete vorbereitende Maßnahmen für die Zeit nach Ihrem Aufenthalt. Dazu gehört auch die Klärung einer möglichen ambulanten Weiterbehandlung, bzw. die Kontaktaufnahme zu Ihrem bisherigen ambulanten Behandler zur Abstimmung, damit Sie reibungslos in Ihre gewohnte, häusliche Umgebung zurückkehren können.

Eine Auswahl unserer Therapieverfahren bei der Behandlung von psychokardiologischen Störungen

Unser multimodales Therapiekonzept kombiniert verschiedene verhaltenstherapeutische Verfahren nach neuesten wissenschaftlichen Standards – strukturiert, zielorientiert und immer mit Blick auf Ihre konkrete Lebensrealität. Unser Ansatz ist dabei neurobiologisch orientiert und methodenübergreifend.

Zu unseren Therapieverfahren gehören:

  • Kognitiv verhaltenstherapeutische Psychotherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Methoden
  • Einzel- und Gruppenpsychotherapien
  • Ggfs.: medikamentöse Behandlung (z. B. Antidepressiva)
  • Sport-, Physio-, Bewegungstherapie
  • Ergotherapie
  • Musik-, kreativ-, kunsttherapeutische Maßnahmen
  • Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeit, Biofeedback, Yoga, ACT

In einem vertraulichen Gespräch klären wir gemeinsam, ob unsere ganzheitliche psychosomatische Behandlung von psychokardiologischen Störungen für Sie geeignet ist.

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Nächste Schritte

  • Die Therapie von psychokardiologischen Störungen will gut geplant sein. Dabei nehmen wir uns Zeit für Sie und Ihre Beschwerden. Verschwiegenheit und Diskretion sind selbstverständliche Werte unserer Beratungsphilosophie.

    Rufen Sie bitte an oder schreiben Sie eine Kurznachricht und vereinbaren Sie ein Vorgespräch bei unserem ärztlich-psychologischen Expertenteam.

    Gerne steht Ihnen unser Patientenmanagement bei Fragen zur Antragsstellung und weiteren Aufnahmemodalitäten beratend zur Seite. Wir haben außerdem für Sie einen Leitfaden zur Beantragung eines akutstationären Aufenthaltes zusammengestellt.

Sie möchten mehr erfahren?

  • Patient wird am Empfang der Klinik von Mitarbeiterin beraten

    Kostenübernahme

    Bei vorliegender Kostenübernahmeerklärung übernehmen private Vollversicherungen die Kosten für eine stationäre Behandlung in der Regel in voller Höhe. Da es bei Beihilfeversicherten zu Restkosten kommen kann, empfehlen wir Ihnen, sich im Vorhinein bei der Beihilfestelle zu erkundigen, welche Kosten übernommen werden. Gerne steht Ihnen hierbei unser Patientenmanagement beratend zur Seite.

    Wir beraten Sie gerne

Unser Team ist für Sie und ihre Anliegen da